Alice Sara Ott – Jóhann Jóhannsson: Piano Works Erscheint heute - Alice Sara Ott | Deutsche Grammophon

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Alice Sara Ott – Jóhann Jóhannsson: Piano Works Erscheint heute

Alice Sara Ott
© Jonathan Gretarsson
06.03.2026

Jóhann Jóhannsson – Piano Works mit Musik aus

Die Entdeckung der Unendlichkeit, Copenhagen Dreams und Englabörn 

»Jóhann Jóhannssons Kompositionen entfalten sich so natürlich und stimmig auf dem Klavier« 
Alice Sara Ott 

Berlin, 6. März 2026. Jóhann Jóhannsson – Piano Works erscheint heute digital, auf CD und als Doppel-LP bei Deutsche Grammophon. Das Album knüpft an den Erfolg zweier EPs an (Film Themes und From Englabörn), die Ende 2025 sieben Stücke des Albums vorstellten. Alice Sara Ott veröffentlicht Weltersteinspielungen für Klavier solo von Jóhann Jóhannssons Musik. Die Pianistin spielte 30 seiner bekanntesten Werke in Island ein, der Heimat des früh verstorbenen Komponisten. Die neue Sammlung basiert auf einer kürzlich bei Faber Music erschienenen Edition mit Klaviertranskriptionen seines Schaffens – von Studioalben wie Englabörn und Orphée bis hin zu den wegweisenden Filmmusiken, die er für Dokumentar- und Spielfilme wie Copenhagen Dreams, Personal Effects und den mit dem Golden Globe ausgezeichneten Die Entdeckung der Unendlichkeit schrieb. 

Jóhannsson starb 2018 im Alter von nur 48 Jahren. Doch das visionäre Werk des vielfach ausgezeichneten Filmkomponisten, der als eine der einflussreichsten Stimmen der zeitgenössischen Musik gilt, fesselt bis heute Hörer:innen und Musiker:innen weltweit. 

Mit Alice Sara Ott hat dieses Soloklavierprojekt eine ideale Interpretin gefunden. Die Pianistin ist bekannt für ihre bemerkenswerte Vielseitigkeit und bewegt sich mühelos zwischen zeitgenössischer und klassischer Musik – wie ihre jüngsten Kooperationen mit Bryce Dessner und ihr erfolgreiches John-Field-Album beweisen. 

Ott hat Jóhannsson nie persönlich kennengelernt, doch zur Vorbereitung auf die Aufnahmen verbrachte sie Zeit mit Freunden und Kollegen des Komponisten – darunter der grammynominierte Produzent und Toningenieur Bergur Þórisson, in dessen Studio in Reykjavík die Einspielungen entstanden. Die Einblicke, die sie aus diesen Gesprächen gewann, vertieften ihre langjährige Begeisterung für Jóhannssons Kunst. 

»Jóhanns musikalische Sprache hat eine ganz besondere Intimität und Dringlichkeit«, sagt sie. »Sie berührt etwas, wonach sich viele Menschen in unserer lauten und manchmal sehr dissonanten Welt sehnen. Die Art, wie er Architektur und Struktur seiner Musik formt, eröffnet einen Raum, der uns innehalten und reflektieren lässt.« 

Obgleich sie einige der Stücke auf einem Flügel spielte, nahm sie die meisten auf einem alten Klavier in Þórissons Studio auf. »Es ist eines der schönsten Instrumente, auf denen ich je gespielt habe«, sagt sie. »Bergur hat die Mikrofone sehr nah am Klavier platziert, was einen intimen und modernen Klang erzeugt – mit einem Hauch von Nostalgie.« 

Und sie ergänzt: »Fast fühlt es sich an, als würde man in einen persönlichen Dialog mit Jóhanns Erinnerung treten. Einige der Stücke waren ursprünglich für größere Ensembles und Elektronik gedacht. Mit nur einem Klavier entsteht ein konzentrierterer Klang – und gerade dadurch treten verborgene Farben und Nuancen hervor, die sichtbar machen, wie Jóhann mit Klang und Zeit spielt.« 

Auch für das Artwork arbeitete Alice Sara Ott mit Freunden und Weggefährten Jóhannssons zusammen: dem Fotografen Jónatan Gretarsson und Art Director Anders Ladegaard. Das CD-Booklet bebildern stimmungsvolle Aufnahmen der isländischen Landschaft sowie Porträts der Pianistin und des Komponisten; den Begleittext schrieb der Musikkritiker Wyndham Wallace, der schon zuvor Texte für Jóhannssons Alben verfasste. Die LP erscheint auf schwarzem Vinyl oder als Crystal-Clear-Edition. Letztere ist in limitierter Auflage mit einer von Ott signierten Artcard exklusiv im DG Store erhältlich, ebenso wie eine CD-Version mit Artcard. 

 

Alice Sara Ott – im Konzert: 

 1. April 2026 – Hong Kong City Hall, Hongkong (Field, Beethoven)

2. Mai 2026 – LOTTE Concert Hall, Seoul (Ravel)

3. Mai 2026 – Seoul Arts Center, Seoul (Ravel)

22./23. Mai 2026 – Konzerthaus, Berlin (Beethoven) 

25. Mai 2026 – Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld (Beethoven)

26. Mai 2026 – Philharmonie, Essen (Beethoven)

27. Mai 2026 – Elbphilharmonie, Hamburg (Beethoven)

28. Mai 2026 – Meistersingerhalle, Nürnberg (Beethoven)

29. Mai 2026 – Philharmonie, Köln (Beethoven)

ALICE SARA OTT 

Alice Sara Ott zählt zu den weltweit meistgehörten klassischen Pianist:innen und ist bekannt für ihre unverwechselbare künstlerische Sprache. Ihre Programme und Formate hinterfragen Konventionen und denken das Verhältnis zwischen Repertoire, Interpretin und Publikum neu. In den großen Konzerthäusern dieser Welt gastiert sie als Solistin und mit den renommiertesten Orchestern, wobei sie ihr Repertoire immer wieder neu gestaltet – auch multimedial in interdisziplinären Kooperationen. 

Entdecken und Experimentieren gehören seit jeher zum kreativen Ansatz der deutsch-japanischen Künstlerin. So arbeitete sie während ihrer Tournee zu ihrem 2021 bei Deutsche Grammophon erschienenen Album Echoes Of Life mit dem Architekten Hakan Demirel zusammen, dessen Videoinstallation ihren Konzerten eine visuelle Erzählebene gab. 2023 wurde sie zum Gesicht der App Apple Music Classical, als sie in der plattformübergreifenden Videokampagne zum Launch auftrat und Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Karina Canellakis interpretierte. 

Zu ihren engen künstlerischen Partnern zählen Komponisten wie Ólafur Arnalds, Bryce Dessner, Chilly Gonzales und Francesco Tristano, deren Werke sie sowohl uraufgeführt als auch eingespielt hat. 

2008 wurde sie im Alter von 19 Jahren Exklusivkünstlerin bei Deutsche Grammophon. Ihr jüngstes Album Alice Sara Ott: John Field · Complete Nocturnes erschien im Februar 2025 und wurde von der Kritik hochgelobt. Es war Apple Classical Album of the Year und die New York Times und der Boston Globe nahmen es in ihre Liste der besten Klassikalben 2025 auf. 

Ergänzend zur Einspielung realisierte sie gemeinsam mit Regisseur Andrew Staples Alice Sara Ott: Nocturne, einen 45-minütigen Film, der im Hyperbowl Virtual Production House in München gedreht wurde. Das immersive Werk, das einen seltenen Einblick in die Gedankenwelt der Künstlerin während des kreativen Prozesses gewährt, wurde 2025 mit dem OPUS KLASSIK als Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres ausgezeichnet. 

Alice setzt sich bewusst mit den visuellen und konzeptuellen Aspekten ihrer Arbeit auseinander, illustriert und gestaltet und erkundet Verbindungen zu Mode, Schmuck und Technologie. Zu ihren Kooperationspartnern zählen internationale Marken wie Technics, JOST bags (Deutschland), das französische Schmuckhaus Chaumet, das zur LVMH-Gruppe gehört, sowie der deutsche Juwelier Wempe. 

ÜBER JÓHANN JÓHANNSSON 

Der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson war eine bedeutende Stimme der zeitgenössischen Musikszene.  Er überschritt bewusst die Grenzen zwischen musikalischen Genres und schuf eine eigene kompositorische Sprache, indem er klassische, minimalistische, elektronische und von Ambient geprägte Elemente verband und oft Synthesizer und Drones einsetzte. Jóhannsson starb im Februar 2018 im Alter von nur 48 Jahren, doch sein Vermächtnis lebt fort in seinem facettenreichen Œuvre, das von atmosphärischen Kompositionen für kleine Ensembles bis hin zu unverwechselbaren und vielfach preisgekrönten Filmmusiken reicht. 

Jóhann Jóhannsson wurde im September 1969 in Reykjavík geboren. Schon früh lernte er Klavier und Posaune, war jedoch im Grunde Autodidakt. Als Teenager spielte er in verschiedenen Bands – darunter die Indie-Formation Daisy Hill Puppy Farm und die alternative Rock-Band HAM – und wandte sich nach und nach dem Komponieren zu. Bereits auf seinem Solo-Debütalbum Englabörn (Engel, 2002) übersetzte er Emotionen in atmosphärische Klanglandschaften, in denen sich akustische und elektronische Instrumente miteinander verbanden. 

Er entwickelte seine experimentelle Klangsprache in Studioalben wie Virðulegu Forsetar (Ehrenwerte Präsidenten, 2004), IBM 1401, A User’s Manual (2006) und Fordlandia (2008), während er zugleich begann, Musik für Theater, Fernsehen und Film zu schreiben. 2010/11 erlangte er größere Bekanntheit mit der Filmmusik zu The Miners’ Hymns – einem wortlosen Dokumentarfilm des amerikanischen Regisseurs Bill Morrison, der das Schicksal der Bergbaugemeinde von County Durham im Nordosten Englands schildert. 

Nach seinem Umzug nach Berlin begann Jóhann Jóhannsson eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Denis Villeneuve mit der Filmmusik zu Prisoners (2013). Es folgten Soundtracks zu Sicario (2015) und Arrival (2016). Sicario brachte ihm seine zweite Oscar-Nominierung ein; die erste hatte er für seine Musik zu James Marshs Die Entdeckung der Unendlichkeit (2014) erhalten – ein Soundtrack, der auch für einen Grammy nominiert wurde und den Golden Globe für die beste Originalmusik gewann. 

2016 unterzeichnete Jóhann Jóhannsson einen Vertrag bei Deutsche Grammophon. Das Label veröffentlichte sowohl sein letztes Soloalbum Orphée (im selben Jahr) als auch sein letztes Soundtrack-Album The Mercy (eine zweite Zusammenarbeit mit James Marsh), das nur eine Woche vor seinem Tod erschien. In enger Abstimmung mit Jóhannssons Familie, Freunden und Kollegen brachte DG mehrere posthume Alben heraus, darunter Englabörn & Variations (2018), 12 Conversations with Thilo Heinzmann (2019) und die gemeinsam mit Yair Elazar Glotman komponierte Filmmusik zu Last and First Men (2020), einem Science-Fiction-Film, bei dem Jóhannsson auch Koautor und Regisseur war. Es folgten unter anderem das zeitgenössische Oratorium Drone Mass (2022), das groß angelegte Orchesterwerk A Prayer to the Dynamo (2023) und nun die einfühlsame Aufnahme von Alice Sara Ott.

 

Alice Sara Ott - Jóhann Jóhannsson: Piano Works
JÓHANNSSON Piano Works / Alice Sara Ott
6. März 2026

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