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Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach

Biografie Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach
© Fred Münzmaier / DG

Aus heutiger Sicht markiert die Musik von Johann Sebastian Bach zugleich ein Ende und einen Anfang. Mit Bach fand eine jahrhundertealte Tradition der polyphonen (mehrstimmigen) Musik im deutschsprachigen Kulturraum ihren krönenden Abschluss, und er war auch einer der letzten Komponisten, die Musik – wie vor der Aufklärung üblich – in erster Linie als Mittel zur Verherrlichung Gottes ansahen. Gleichzeitig begründete Bach mit seinem gigantischen Ruvre jene Vormachtstellung Deutschlands im Musikleben Europas, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Bestand haben sollte.

Bach entstammte einer Familie, die über drei Jahrhunderte hinweg immer wieder fähige Musiker hervorgebracht hatte, und zu seinen Lebzeiten verdankte er seinen Ruhm eher seinen Fähigkeiten als Interpret und weniger seinen Kompositionen. Er wirkte als Kirchen- bzw. Hoforganist und Kapellmeister in Arnstadt, Mühlhausen, Weimar und Köthen. 1723 wurde er Thomaskantor in Leipzig, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Noch vor seinem 60. Geburtstag musste Bach erkennen, dass sein Musikstil aus der Mode gekommen war. Nach seinem Tod geriet ein Großteil seiner Werke in Vergessenheit, und erst hundert Jahre später begann man, ihm seine angemessene Position in der Musikgeschichte zuzuweisen: als ein Genie, in dessen Werk Inspiration und kontrollierender Intellekt zu einer geradezu mystischen Synthese verschmelzen.

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