Strawinsky: Pulcinella mit Claudio Abbado und dem London Symphony Orchestra, jetzt in der Original Source Reihe

Manche Aufnahmen behaupten sich über Jahrzehnte hinweg als Referenz, und Claudio Abbados Einspielung von Igor Strawinskys Pulcinella gehört zweifellos dazu. Gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra und den Gesangssolist Teresa Berganza, Ryland Davies und John Shirley-Quirk legte Abbado 1978 eine Interpretation vor, die Witz, rhythmische Präzision und klangliche Transparenz zu einer besonders lebendigen Lesart dieses neoklassizistischen Balletts verbindet. Am 13. November 2026 erscheint diese Aufnahme in der Original Source Reihe der Deutschen Grammophon, der audiophilen Vinyl-Edition des Gelblabels.
Für Sammler wie für neugierige Einsteiger ist das eine seltene Gelegenheit: Ein Klassiker des Katalogs kehrt zurück, geschnitten direkt vom analogen Originalband und gepresst auf 180g Virgin Vinyl. Wer Pulcinella bislang nur aus digitalen Quellen kennt, entdeckt hier ein Klangbild von bemerkenswerter Offenheit, das die kammermusikalische Feinzeichnung der Partitur ebenso hörbar macht wie ihre spielerische Energie.
Ein Schlüsselwerk der Moderne: Strawinskys Pulcinella
Pulcinella markiert eine der folgenreichsten Wendungen in Igor Strawinskys Schaffen. Das Ballett wurde am 15. Mai 1920 an der Pariser Oper uraufgeführt, getanzt von den Ballets Russes unter der Ägide Sergei Diaghilews, mit einer Choreografie von Léonide Massine und einer Ausstattung von Pablo Picasso. Die musikalische Leitung lag bei Ernest Ansermet. Mit diesem Werk vollzog Strawinsky den Schritt in den Neoklassizismus, jene ästhetische Haltung, die er über weite Strecken seines weiteren Œuvres prägen sollte.
Das Besondere an der Partitur ist ihr Ausgangsmaterial: Strawinsky griff auf Kompositionen des frühen 18. Jahrhunderts zurück, die lange Zeit Giovanni Battista Pergolesi zugeschrieben wurden. Spätere Quellenforschung hat gezeigt, dass ein erheblicher Teil dieser Vorlagen von anderen Komponist der Zeit stammt. Strawinsky formte daraus etwas gänzlich Eigenes, indem er barocke Melodik mit unverwechselbar modernen Harmonien, Rhythmen und Instrumentierungen durchsetzte.
Das Ergebnis ist ein 21-teiliges Ballett mit Arien für Sopran, Tenor und Bass, in dem Gesang und Orchester zu einem heiteren, zugleich raffinierten Ganzen verschmelzen. Die vokalen Passagen unterscheiden diese vollständige Ballettfassung deutlich von der später verbreiteten reinen Orchestersuite und rücken die theatralische Herkunft des Werks in den Vordergrund.
Claudio Abbado und das London Symphony Orchestra
Die Zusammenarbeit zwischen Claudio Abbado und dem London Symphony Orchestra zählt zu den fruchtbarsten Kapiteln der Diskografie beider. In den 1970er Jahren entstand eine ganze Reihe von Strawinsky-Aufnahmen, die bis heute als Maßstab gelten. Abbados Pulcinella wurde im März und Mai 1978 in der Henry Wood Hall in London eingespielt und erschien erstmals 1979 auf Schallplatte. Charakteristisch für diese Lesart sind ihre klare Artikulation, ein präziser, nie überzeichneter Zugriff auf die vertrackte Rhythmik sowie das feine Zusammenspiel zwischen Orchester und den drei Gesangssolist.
Teresa Berganza, Ryland Davies und John Shirley-Quirk verleihen den vokalen Nummern Wärme und Persönlichkeit, ohne den kammermusikalischen Duktus der Partitur zu verlassen. Innerhalb der Original Source Reihe reiht sich diese Veröffentlichung in Abbados gefeierte Strawinsky-Serie mit dem LSO ein, zu der bereits Le Sacre du printemps und Petruschka in audiophiler Vinyl-Fassung gehören. Hörer, die diesen Kosmos schätzen, finden mit Pulcinella eine willkommene Ergänzung.
Original Source: rein analoge Klangkultur
Die Original Source Reihe, 2023 zum 125. Labeljubiläum gestartet, verfolgt ein konsequentes Ziel: legendäre Aufnahmen der 1970er Jahre so unverfälscht wie möglich auf Vinyl zu bringen. In den Berliner Emil Berliner Studios werden dafür die originalen Mehrspurbänder herangezogen und in einem vollständig analogen Verfahren neu abgemischt und geschnitten, ohne den Umweg über Bandkopien und ohne digitale Zwischenschritte. Für diesen Zweck wurde eigens ein passives Mischpult entwickelt, das dem Signal kein zusätzliches Rauschen hinzufügt.
Das hörbare Resultat sind mehr Klarheit, feinere Details und eine natürlichere Dynamik, von zartesten Pianissimi bis zu den kräftigen Tutti-Momenten. Jede Ausgabe erscheint auf 180g Virgin Vinyl, gefertigt bei Optimal, als limitierte und nummerierte Deluxe-Edition im aufklappbaren Gatefold. Coverkunst und Begleittexte orientieren sich am Original, ergänzt um zusätzliches Fotomaterial und Faksimiles der Aufnahmedokumentation. Für audiophile Klassikliebhaber ist das ein Format, das die bewusste, konzentrierte Hörerfahrung in den Mittelpunkt stellt.
Format und Verfügbarkeit – Jetzt auf Vinyl
Strawinsky: Pulcinella mit Claudio Abbado und dem London Symphony Orchestra erscheint am 13. November 2026 als Original Source Vinyl im offiziellen DG Store. Als limitierte, nummerierte Edition eignet sich die Veröffentlichung besonders für Sammler, die Wert auf höchste Klangqualität und hochwertige Ausstattung legen. Eine Vorbestellung wird für Interessierte empfohlen, da die Auflagen dieser Reihe erfahrungsgemäß rasch vergriffen sind.
Jetzt Original Source Vinyl von Claudio Abbado bestellen und genießen!
Sichern Sie sich Strawinskys Pulcinella in der audiophilen Original Source Fassung und erleben Sie einen Meilenstein der Moderne in reinem Analogklang.
Jetzt im DG Store vorbestellen und tiefer in die Original Source Vinyl Kollektion eintauchen!





