Eine Klangreise durch Lateinamerika: Daniil Trifonov veröffentlicht 'Mi Historia Americana – Sur'

»Das neue Album von Daniil Trifonov strotzt vor Virtuosität« ★★★★★
Financial Times über My American Story – North
Auf der zweiten Etappe seiner autobiografischen Reise durch die Amerikas
erkundet der Pianist das südamerikanische und karibische Repertoire
»Lateinamerikanische Musik hat eine ganz eigene Qualität: die Natur als Inspirationsquelle, traditionelle Tänze und Lieder sowie Klänge des Glaubens.« – Daniil Trifonov
Barrosos Aquarela do Brasil und die Weltersteinspielung von Golijovs Cuadros del Sur
– beide eigens für dieses Projekt arrangiert –
spielt Trifonov mit dem São Paulo Symphony Orchestra und Gonzalo Grau
Außerdem interpretiert er Werke für Klavier solo von Gabriela Lena Frank, Ginastera, Guarnieri, Lecuona, Villa-Lobos sowie seinen eigenen Tango und mehr
Das Album erscheint am 2. Oktober 2026
Daniil Trifonovs My American Story – North erschien 2024 und wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Mit Mi Historia Americana – Sur setzt der Pianist seine musikalische Reise durch die Amerikas fort. Seine Auswahl von Solo- und Orchesterwerken führt durch Kuba und die Dominikanische Republik, nach Brasilien, Peru und Argentinien. In vielerlei Hinsicht ist dies sein bislang persönlichstes Album: Lateinamerika ist für Trifonov mehr als nur Repertoire – seine Ehe mit der Pianistin Judith Ramírez, geboren in der Dominikanischen Republik, hat ihm diese Welt eröffnet. »Wie Lateinamerika selbst ist die Musikliteratur außerordentlich reich und voller Facetten. Viele dieser Stücke sind in der Region sehr beliebt, doch im Rest der Welt kennt sie kaum einer. Ich wollte zeigen, welche musikalische Fülle dieses Repertoire zu bieten hat.«
Die beiden Orchesterwerke des Albums – Aquarela do Brasil und Cuadros del Sur – wurden im Februar 2026 in São Paulo aufgenommen, als Trifonov Konzerte mit diesem Repertoire in Brasilien gab. Begleitet wurde er von Mitgliedern des São Paulo Symphony Orchestra (OSESP) und dem venezolanischen Multiinstrumentalisten, Arrangeur und musikalischen Leiter Gonzalo Grau. Deutsche Grammophon filmte die Konzerte; die Premiere wird auf STAGE+ ausgestrahlt.
Das Album erscheint am 2. Oktober 2026 digital, als 2-CD-Edition und auf Vinyl (3 LPs); am selben Tag kommt eine 5-Track-Vinyl unter dem Titel The Encores heraus, pünktlich zu Trifonovs kommender Recital-Tournee. Trifonovs Transkription des Hauptthemas von Gustavo Santaolallas The Last of Us erscheint am 24. Juli als Single. Bis zum 2. Oktober folgen weitere Singles, jeweils begleitet von einem Performance-Video.
Mi Historia Americana – Sur eröffnet mit Gonzalo Graus Arrangement von Ary Barrosos populärem Lied Aquarela do Brasil. Grau arrangierte für Trifonovs Projekt auch Cuadros del Sur (»Bilder des Südens«) – ein Auftragswerk von OSESP, Deutsche Grammophon, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Aspen Music Festival. Die Musik schöpft aus La Pasión según San Marcos, einem Werk für Chor und Orchester des argentinischen Komponisten Osvaldo Golijov. Formal ließ sich Grau von Mussorgskys Bildern einer Ausstellung inspirieren – er wechselt zwischen kontrastreichen Abschnitten aus Golijovs Pasión und einem wiederkehrenden »Promenade«-Thema. Trifonov und das Orchester gaben im Februar die Weltpremiere; hier liegt nun die Ersteinspielung vor. Mit OSESP erscheint erstmals ein brasilianisches Ensemble bei Deutsche Grammophon.
Brasilien ist auf dem Album außerdem mit Villa-Lobos’ Bachianas brasileiras Nr. 4 sowie Werken von Mozart Camargo Guarnieri und Oscar Lorenzo Fernández zu hören. Aus Argentinien kommen Werke von Ginastera – Milonga und die zweite Klaviersonate – sowie ein Tango – komponiert nicht in Buenos Aires, sondern von Trifonov selbst.
Die Inspiration für dieses Album fand der Pianist teils auch während eines längeren Aufenthalts in der Heimat seiner Frau. »Meine Familie und ich waren während der Covid-Pandemie monatelang in der Dominikanischen Republik«, sagt er. »In dieser Zeit des Lockdowns fand ich endlich die Ruhe, mich in die herausragende lateinamerikanische Klaviermusik zu vertiefen.« Aus der Karibik wählte Trifonov recht gegensätzliche Werke des zeitgenössischen dominikanischen Komponisten Michel Camilo und seiner Landsleute Juan Francisco García und Rafael Bullumba Landestoy aus sowie zwei Werke des wohl berühmtesten kubanischen Komponisten, Ernesto Lecuona.
Auch Peru ist eine Station auf Trifonovs Reise, zu hören ist die Sonata andina von Gabriela Lena Frank. Frank, in den USA geboren mit peruanischen Wurzeln, wurde 2026 mit dem Pulitzer-Preis für Musik für ihr Orchesterwerk Picaflor: A future myth ausgezeichnet. »Wie viele der Komponist:innen auf diesem Album«, sagt Trifonov, »verbindet Frank auf komplexe und fesselnde Weise Elemente der westlichen klassischen Musik mit den Traditionen der Volksmusik: Das Soloklavier in der Sonata andina evoziert traditionelle bolivianische Trommeln und peruanische Flöten, es imitiert traditionelle lateinamerikanische Gitarren und Instrumente wie die Marimba. Es ist ein farbenreiches musikalisches Gewebe.«
Daniil Trifonov bringt das Repertoire in der Saison 2026/27 auf die Bühne. Zu den Höhepunkten zählen eine Lateinamerika-Tournee mit den Berliner Philharmonikern sowie Aufführungen von Cuadros del Sur in Europa. Alle Konzerttermine hier.





