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Freiburger Barockorchester

Freiburger Barockorchester und Deutsche Grammophon entschließen sich zu kreativer Partnerschaft

Freiburger Barockorchester Signing Announcement
LTR: Martin Bail, Dramaturge FBO; Hans-Georg Kaiser, Intendant and Managing Director FBO; Andreas Kluge, Senior Manager Artist Promotion and A&R, DG; Gottfried von der Goltz, Artistic Director FBO - © Valentin Behringer
09.03.2022

 

Berlin, am 9. März 2022. Deutsche Grammophon gibt den Abschluss eines langfristigen Projektvertrags mit dem Freiburger Barockorchester (FBO) bekannt. In den kommenden Jahren wird das Label eine Reihe von Aufnahmen herausbringen mit diesem renommierten Orchester für historisch informierte Aufführungspraxis, das in seiner sowohl individuellen als auch gemeinschaftlichen Kunstfertigkeit geleitet wird von einem demokratischen Ensemblegedanken und bekannt ist für seine Interpretationen voll Ausdruckswillen und farbigem Klang eines überraschend abwechslungsreichen Repertoires.

Das erste Album des FBO für Deutsche Grammophon widmet sich Mozart und seiner Verbindung zu Mannheim, das im 18. Jahrhundert ein musikalisches Zentrum Europas war. Ein musikalisches Porträt entsteht mit Werken von Mozart und jenen Komponisten, denen der junge Salzburger in den späten 1770er-Jahren am Hof des kunstsinnigen Kurfürsten Karl-Theodor begegnet sein könnte. Neben einer Weltersteinspielung von Christian Danners Violinkonzert in F-Dur, gespielt vom künstlerischen Leiter des FBO, Gottfried von der Goltz, und Stücken für Orchester oder kleinere Besetzung von Carlo Giuseppe Toeschi, Christian Cannabich und Georg Joseph Vogler wird auch die Symphonie C-Dur KV 208/102 gespielt, Mozarts Bearbeitung der Ouvertüre zu seiner Serenata Il re pastore.

»Die Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon ehrt uns sehr«, sagt Hans-Georg Kaiser, Intendant und Geschäftsführer des Freiburger Barockorchesters, »denn es zeigt sich darin das Engagement des Labels für Alte Musik. Es begeistert uns, Veröffentlichungen zu konzipieren rund um die Musik einer bestimmten Region oder eines historischen Hofes. Aus der Zeit vor 1800 gibt es viele großartige Stücke, deren Wiederentdeckung lohnt. Wir freuen uns darauf, den bemerkenswerten Katalog von Deutsche Grammophon um einige herausragende Kompositionen zu ergänzen.«

»Ich kenne kein Orchester der historisch informierten Aufführungspraxis, welches dem Freiburger Barockorchester seit seiner Gründung im Jahr 1987 in seiner konstant hohen Qualität an innovativer Programmatik, musikalischer Präzision und überwältigender Spielfreude auch nur annähernd gleichkommt«, sagt Andreas Kluge, Senior Manager Artist Promotion and A&R von Deutsche Grammophon. »Jedes der von mir besuchten zahlreichen Konzerte in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten wirkte wie eine Entdeckungsreise in neue, obwohl doch scheinbar allseits bekannte Gefilde. Deshalb war es für mich nur logisch und ein Glücksmoment, dieses einzigartige Ensemble für die Exzellenz des Gelblabels zu gewinnen.«

Die Wurzeln des Freiburger Barockorchesters reichen bis ins Jahr 1985 zurück. Damals tat sich eine Gruppe von Studenten der Freiburger Hochschule für Musik zusammen, um sich mit historisch informierter Aufführungspraxis zu beschäftigen und Werke des Barock und der Frühklassik auf historischen Instrumenten zu spielen. Nach zwei Jahren der Forschung und Probenarbeit gaben die jungen Musiker im November 1987 ihr erstes Konzert. Unter der gemeinsamen künstlerischen Leitung von Gottfried von der Goltz und Petra Müllejans erwarb sich das FBO schon bald einen außerordentlichen Ruf in der Welt der Alten Musik. Neben regelmäßigen Konzertreihen in Freiburg, Stuttgart und Berlin erhielt es Einladungen in renommierte internationale Konzerthäuser. 

Von Beginn an folgte das FBO dabei seinem klaren künstlerischen Credo: Als selbstverwaltetes Ensemble arbeitet es oft ohne Dirigent, Konzertsolisten werden aus den eigenen Reihen gewählt. Ganz gleich, ob es sich um vertraute oder neu entdeckte Stücke handelt, das Ziel der Musiker ist es, dem Kontext der Musik und den Absichten des Komponisten auf die Spur zu kommen – in ihren Lesarten wollen sie so authentisch wie möglich sein, ein Grundsatz, der sich auch in der Energie ihrer Konzerte vermittelt, die sie im Stehen geben.

2017 trat der bekannte Hammerklavierspieler Kristian Bezuidenhout die Nachfolge von Müllejans als künstlerischer Leiter an. Gemeinsam mit Gottfried von der Goltz erarbeitet er in demokratischer Abstimmung mit den anderen Ensemblemitgliedern das Repertoire, die Auswahl der Solisten und die Aufführungspraxis. Auch Gastdirigenten werden eingeladen, etwa Sir Simon Rattle, Pablo Heras-Casado, Teodor Currentzis, aber zuvorderst René Jacobs, mit dem das Ensemble eine lange musikalische Freundschaft verbindet.

In den vergangenen Jahren hat das FBO, das im eigenen Land wie auf Tournee zu erleben ist und sowohl in verschiedenen kammermusikalischen wie Orchester-Formationen spielt, auch Musik des 19. Jahrhunderts in sein Repertoire genommen. Darüber hinaus bietet das FBO Programme für Kinder und Jugendliche sowie Workshops und Akademien und ist seit zwei Jahren auch in Livestreams zu sehen. Die reiche Diskografie des FBO wurde unter anderem mit drei Jahrespreisen der Deutschen Schallplattenkritik, zwei Gramophone Awards, drei Edison Classical Music Awards, einem Classical Brit Award und zwei Grammy-Nominierungen ausgezeichnet.

»Das Freiburger Barockorchester hat Maßstäbe gesetzt in den 35 Jahren seit seinem ersten Auftritt. Immer aufs Neue beweist es, dass Musik der Vergangenheit für ein zeitgenössisches Publikum lebendig klingen kann«, sagt Dr. Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon. »Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft, auf die Arbeit mit diesem innovativen Ensemble und seine vielfältige und nuancenreiche Musik auf historischen Instrumenten.«

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