Snorri Hallgrímsson – Deutsche Grammophon kündigt neues Projekt Nowhere Sessions an

Der mehrfach ausgezeichnete isländische Komponist und Produzent
präsentiert sowohl neu arrangierte als auch neu komponierte, feinfühlige und intime Stücke
„Hallgrímsson gelingt es, mit seinem tiefen Verständnis
von Raum und Stille ein Statement zu setzen.“
Higher Plain Music
Nowhere Sessions erscheint am 8. Mai 2026
Die erste Single „The Stars Will Dim“ wird am 6. März 2026 veröffentlicht
Der isländische Komponist Snorri Hallgrímsson wird sein neues Album Nowhere Sessions am 8. Mai 2026 auf Deutsche Grammophon veröffentlichen. Es ist ein zutiefst persönliches Werk, das in einer abgeschiedenen Hütte in der isländischen Landschaft aufgenommen wurde – einem Ort, der seit Jahrzehnten seiner Familie gehört. Umgeben von weiten Landschaften und nahezu vollständiger Stille fängt das Album einen seltenen Moment der Ruhe ein. Es ist das erste Mal, dass der Künstler an diesem bedeutungsvollen Ort Musik aufgenommen hat.
Fernab von Studios und Städten steht die Hütte „irgendwo im Nirgendwo“ Islands. Für Hallgrímsson ist sie nicht nur ein Rückzugsort, sondern ein Ort der Erinnerung und der Kontinuität. Die Entscheidung, dort aufzunehmen, war sowohl eine kreative als auch eine emotionale. Die Abgeschiedenheit prägte die Session nachhaltig und die Stille wurde zu einem Teil der Aufnahmen.
„Diese Hütte ist mein Lieblingsort. Sie ist seit über einem halben Jahrhundert im Besitz meiner Familie, und ich fahre mein ganzes Leben lang dorthin. Vor ein paar Jahren habe ich ein Album veröffentlicht, das nach der Gegend benannt ist und ‚Landbrot‘ heißt – was wörtlich übersetzt Landbruch bedeutet, aber auch Oase heißen kann. Das finde ich sehr passend, denn die Hütte steht am Rand eines Lavafeldes, auf einem grasbewachsenen Hügel mit Blick auf zwei Seen. Dieser Ort ist für mich wie eine mentale Oase: ein Reset-Knopf.“
Das Album wurde gemeinsam mit engen Freunden gefilmt und aufgenommen. Dabei waren Vertrauen, Intimität und gemeinsames Erleben wichtiger als technische Perfektion. Hallgrímsson spielt seine Klavierparts selbst, begleitet von subtilen, sorgfältig arrangierten Streichern. In einem Stück leiht er dem Album auch seine Stimme – sparsam eingesetzt, wie ein weiteres Instrument – und fügt der Klanglandschaft eine fragile, menschliche Ebene hinzu. Das Artwork zum Album wurde von der isländischen Künstlerin Elín Elísabet gemalt, einer engen Freundin des Komponisten.
„Ich habe dort bis jetzt noch nie Musik aufgenommen. Die Hütte und ihre Umgebung sind für mich fast heilig, deshalb war es mir wichtig, mit Menschen zu spielen und aufzunehmen, die ich kenne, liebe und bei denen ich mich wohlfühle. Meine Musik live, mit diesen Menschen, an diesem Ort aufzunehmen, war eine unglaublich schöne Erfahrung.“
Bekannt für seinen ruhigen und introspektiven Stil entfaltet sich Hallgrímssons Musik langsam. Die Kompositionen sind melancholisch, aber nie schwer, zurückhaltend und doch zutiefst ausdrucksstark. Töne verweilen. Pausen zählen. Die Stille zwischen den Klängen ist genauso wichtig wie der Rest.
„Die Stücke auf Nowhere Sessions sind roh, ehrlich, intim und ruhig. Ich hoffe, dass die Hörer:innen durch sie zumindest einen Teil der Ruhe erfahren können, die mir dieser Ort schenkt.“
Das Album umfasst neun Stücke, darunter sowohl Neuarrangements als auch neue Kompositionen, und erscheint am 8. Mai 2026 auf Deutsche Grammophon.
Snorri Hallgrímsson gilt als eines der bestgehüteten Geheimnisse der Musikszene und das, obwohl seine Werke monatlich über 3 Millionen Mal gestreamt werden. Aufgewachsen in der traditionsreichen isländischen Chormusik, begann er seine musikalische Laufbahn als klassischer Gitarrist. In seiner Jugend entdeckte er seine Leidenschaft für Filmmusik und studierte anschließend Komposition an der Iceland Academy of the Arts sowie am Berklee College of Music.
Sein Solo-Debütalbum Orbit erschien 2018 – zwei Jahre nachdem er nach längeren Aufenthalten in Spanien und Mexiko nach Island zurückgekehrt war. Das Album spiegelt die Erfahrung des Lebens in verschiedenen Kulturen wider und vereint isländische Melancholie mit elektronischen Strömungen. Es folgte das zweiteilige EP-Projekt Landbrot I und Landbrot II (2020–2021), eine persönliche Sammlung instrumentaler Stücke für Klavier und Streicher. Im Juni 2023 erschien Snorris zweites Studioalbum I Am Weary, Don’t Let Me Rest, das bei den Icelandic Music Awards dreifach nominiert und in der Kategorie „Produktion des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Im Jahr 2024 unterzeichnete Hallgrímsson bei Deutsche Grammophon und veröffentlichte mit Longer Shadows, Softer Stones sein erstes Projekt über das Traditionslabel. Im Jahr 2025 folgte seine zweite EP The Importance of Birds.
Gemeinsam mit Ólafur Arnalds schrieb er die, mit dem BAFTA ausgezeichnete Musik zur Serie Broadchurch. Seine wachsende Liste an Filmscores umfasst unter anderem Jaula / The Chalk Line (2022) – vier Wochen lang der weltweit zweiterfolgreichste nicht-englischsprachige Film auf Netflix – sowie den Dokumentarfilm Innocence, der 2022 bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere feierte und für dessen Musik der Komponist bei den Icelandic Music Awards 2025 den Preis für den besten Soundtrack erhielt. Zuletzt erschien mit Words of War (2025) der bewegende Soundtrack zum Film, der im Mai 2025 weltweit in den Kinos veröffentlicht wurde. Regie führte James Strong (Broadchurch), produziert und vertrieben wurde der Film von Sean Penns Produktionsfirma.


