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Eine Welt des Klaviers – Weltklaviertag

World Piano Day - DG Site News
25.03.2021
17 Pianistinnen und Pianisten aus zwölf Ländern heißt Deutsche Grammophon am diesjährigen Weltklaviertag auf der Bühne ihres globalen virtuellen Festivals willkommen. Der Livestream beginnt bereits am Sonntag, dem 28. März, um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit, am Vortag des offiziellen Termins, denn durch die Reichweite des weltumspannenden Events ist er auch im asiatisch-pazifischen Raum zu sehen.
»Im vergangenen Jahr, als zum ersten Mal alles stillstand und die Menschen von der Angst vor einem neuen Virus ergriffen wurden, war es für mich etwas Besonderes, mich an mein Klavier zu setzen und Beethovens ›Pathétique‹ für das virtuelle Festival von Deutsche Grammophon zu spielen«, sagt Maria João Pires. »Damals spürte ich, dass wir durch die Musik eine Botschaft des Mitgefühls in die Welt tragen. Ich glaube, dass unsere Aufführungen auch in diesem Jahr Trost spenden werden. Vielleicht lassen sie die Menschen sogar darüber nachdenken, wie wir eine bessere, gerechtere und nachhaltigere Zukunft bauen können.«
Aufgeführt von Klaviervirtuosen der Deutschen Grammophon und weiteren Künstlern von Universal Music reflektiert das Programm auf Vergangenheit und Gegenwart durch Klassiker der Klavierliteratur und junge zeitgenössische Klavierkompositionen. Die Aufführungen sind nach dem Festival weitere 72 Stunden auf dem YouTube-Kanal von Deutsche Grammophon verfügbar.
Bereits 2020 war die Initiative ein großer Erfolg, Deutsche Grammophons erstes Klavierfestival erreichte über fünf Millionen Zuschauer.
Das zweite Festival möchte eine Botschaft der Hoffnung senden, denn Interpret und Publikum sollten an einem Ort zusammenkommen können, um gemeinsam Musik zu erleben. Das diesjährige Thema »Abandoned Pianos« (Verlassene Klaviere) verweist auf die Schließung von Konzertsälen und Musikstätten während der Pandemie. Pianisten kehren nun an ihre in der Öffentlichkeit verstummten Instrumente zurück und begegnen an diesem Tag der Stille weltweit mit Klaviermusik.
»Musikliebhaber auf der ganzen Welt können die so vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Klaviers auf dem virtuellen Festival der DG erleben, die unterschiedlichen Klangfarben des Instruments, seine berührenden Stimmungswechsel zwischen Feinsinn und pianistischer Kraft«, sagt Dr. Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon. »Mit so vielen großartigen Künstlern, die dieses breite Spektrum an Musik aufführen, hat das Programm einen echten Festivalcharakter. Wir freuen uns sehr, Teil des Weltklaviertags zu sein und seine Vision zu teilen, denn durch das Spielen und Hören von Klaviermusik lässt sich Freude verbreiten.«
Schon seit seiner Erfindung werden gerade dem Klavier von Komponisten besondere Werke gewidmet und für Millionen von Menschen ist es das Einstiegsinstrument ins Musizieren. Es ist das ultimative Soloinstrument, das sich allein zu Hause spielen lässt oder einen großen Konzertsaal mit seiner Musik erfüllt. Das virtuelle Festival von Deutsche Grammophon erkundet die reiche Palette seines Klangs.
Den klassischen Part des diesjährigen Programms eröffnet die charismatische Maria João Pires mit Mozarts Klaviersonate KV 332. Im Anschluss erkundet der Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin die lyrische Seite des Klaviers in Rachmaninows nostalgischem Moments musicaux op. 16 Nr. 3, bevor er D’après Hopper des frankokanadischen Komponisten Éric Champagne spielt. Alice Sara Ott interpretiert eine Transkription des bewegenden »Morgen!« von Richard Strauss, während Jan Lisiecki, einer der großen Chopin-Interpreten, zwei Nocturnes des polnischen Komponisten vorstellt. Es folgt Lang Lang mit Wilhelm Kempffs meisterhaftem Arrangement für Soloklavier des Siciliano aus Bachs Flötensonate Nr. 2, ein Werk, das auch auf seiner kürzlich veröffentlichten Goldberg Variations Extended Edition zu hören ist.
Rudolf Buchbinder spielt Alfred Grünfelds spektakuläre Konzertparaphrase über die Fledermaus von Johann Strauss II und Kit Armstrong führt sein Werk Études de dessin aus dem Jahr 2017 auf. Auf Kirill Gersteins Darbietung mit Werken von Thomas Adès, dem vor Kurzem verstobenen Chick Corea sowie der brillanten brasilianischen Komponistin Chiquinha Gonzaga folgen der GRAMMY-Preisträger Daniil Trifonov mit Bachs »Jesus bleibet meine Freude« und Seong-Jin Chos Impromptu Nr. 1 von Chopin. Während die Labèque-Schwestern, Katia und Marielle, die intensive Leidenschaft von »Are you in love, Agathe?« mit dem intim leisen »Terrible Interlude« verbinden, beide aus Philip Glass’ Les enfants terribles.
Zeitgenössische Eigenkompositionen sind im zweiten Part des Festivals zu hören, die Stücke werden von ihren Komponisten (alle Teil der Künstlerfamilie von Universal Music) selbst aufgeführt. Joep Beving spielt »Losar« (das von DG am 29. März als E-Single veröffentlicht wird), die Klavierfassung von »September« und schließlich »Sleeping Lotus«. Chad Lawson führt »Stay« auf und sein Prelude in D-Dur aus seinem Album You Finally Knew aus dem Jahr 2020. Und Rob Lowe vom Multiinstrumental-Duo Balmorhea bringt »Rose in Abstract« und »Evening« auf die Bühne, beides zu hören auf dem DG-Debüt The Wind, das am 9. April erscheint, außerdem spielt er Time in the Hand (Sonata »Pathétique« No. 8, Op. 13) – Beethoven Recomposed. Das Festival endet mit Rui Massenas Werken von seinem kommenden DG-Album 20 Perception und seinem Chartstürmer Ensemble (2016) sowie drei Stücken von Yiruma, darunter das romantische »Room with a View«.
Der Weltklaviertag wurde 2015 vom deutschen Komponisten, Interpreten und Plattenproduzenten Nils Frahm ins Leben gerufen. Er findet jährlich am 88. Tag des Jahres statt, eine Referenz an die Anzahl der Tasten des Klaviers.
Außerdem können im Deutsche Grammophon Online-Store exklusive Angebote von Aufnahmen passend zum Weltklaviertag entdeckt werden.