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Früher Abschied: Der Countertenor Brian Asawa ist im Alter von 49 Jahren gestorben

Brian Asawa
© Marco Borggreve
21.04.2016
Brian Asawa war der erste Countertenor, der sich bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und bei Plácido Domingos Gesangswettbewerb “Operalia” durchsetzen konnte. 1994 debütierte der Sänger an der New Yorker Metropolitan Opera, nachdem er 1991 bereits mit großem Erfolg in der amerikanischen Erstaufführung von Hans Werner Henzes "Das Verratene Meer" in San Francisco auf der Bühne gestanden hatte. Das war der Beginn einer erfolgreichen Karriere, die Brian Asawa in den darauffolgenden Jahren in große Opernhäuser auf der ganzen Welt führte — in Europa sang er unter anderem in Covent Garden in London, in Paris, Brüssel und München. Er trat dabei sowohl in Georg Friedrich Händels Opern “Serse”, “Tolomeo” und “Giulio Cesare” oder Claudio Monteverdis "L’incoronazione di Poppea", als auch in Benjamin Brittens "Death in Venice" und in der Operette “Die Fledermaus” von Johann Strauss in Erscheinung.
Brian Asawas Aufnahmen für Decca, Deutsche Grammophon und Archiv Produktion dokumentieren seine einzigartige, strahlende Stimme, die der Musikwelt für immer in Erinnerung bleiben wird. In der Einspielung von HändelsMessiah” unter der Leitung von Marc Minkowski kann man Brian Asawa gemeinsam mit Magdalena Kožená erleben, in MozartsMitridate, re di Ponto” glänzt er als Farnace an der Seite von Cecilia Bartoli und in Benjamin Brittens “A Midsummer Night’s Dream” bezaubert er als Elfenkönig Oberon, begleitet vom London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis.