Diverse Künstler | News | Mozarts Zauber - DG veröffentlicht den Soundtrack zu Florian Sigl's 'The Magic Flute - Das Vermächtnis der Zauberflöte'

Mozarts Zauber – DG veröffentlicht den Soundtrack zu Florian Sigl’s ‘The Magic Flute – Das Vermächtnis der Zauberflöte’

The Magic Flute
© FLUTE FILM GMBH / TOBIS FILM GMBH / FOTOS: LUIS ZENO KUHN / ARTWORK: ARNE RÜMMLER GRAFIKDESIGN
04.11.2022
Deutsche Grammophon veröffentlicht The Magic Flute · Das Vermächtnis der Zauberflöte, den Soundtrack zur filmischen Neuinterpretation von Mozarts märchenhaftem Klassiker. Regisseur Florian Sigl hat die Oper in eine zeitgenössische Rahmenhandlung eingebettet. In verwandter Weise ergänzt die einfallsreiche Partitur des renommierten Filmkomponisten Martin Stock die zeitlose Musik. Zu hören sind die Opernstars Sabine Devieilhe und Morris Robinson sowie ein junges talentiertes Ensemble von Schauspieler:innen und Sänger:innen, begleitet vom Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Leslie Suganandarajah. Eingespielt wurde außerdem mit der Sängerin Madeleine der Song »Outweigh Your Love« des deutschen DJs und Produzenten Wankelmut.
The Magic Flute · Das Vermächtnis der Zauberflöte erscheint am 4. November 2022 digital (Englisch/Deutsch) und auf CD (nur Deutsch). Der Film kommt am 17. November in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Kinos und ist Anfang 2023 im restlichen Europa und in den USA zu sehen.
Erzählt wird von Tim, dem Londoner Gesangsstudenten, der in den Bergen von Österreich einen Platz an der legendären Mozartschule erhält. Dort entdeckt er ein geheimes Portal in eine andere Welt, in der er sich zu Prinz Tamino wandelt. In Begleitung des Vogelfängers Papageno macht er sich auf den Weg, Prinzessin Pamina vor ihrer bösen Mutter, der Königin der Nacht, zu retten. Die Handlung verknüpft Mozarts Oper mit der Geschichte von Tims Liebe zu der unnahbaren Sophie und seinem Vorsingen für die Rolle des Tamino in der Schulaufführung.
The Magic Flute · Das Vermächtnis der Zauberflöte ist das Regiedebüt von Florian Sigl, seines Zeichens einst klassischer Musiker, der bei Sergiu Celibidache am Richard-Strauss-Konservatorium in München studierte, heute Filmemacher. Um das ambitionierte Vorhaben zu verwirklichen, kontaktierten er und das Produktionsteam den Filmkomponisten Martin Stock, einen ehemaligen Schüler von Ennio Morricone. Stock nahm die Herausforderung an, er musste neue Musik schreiben und ein Opernmeisterwerk adaptieren. »Mozarts Zauberflöte, eingewoben in eine Harry-Potter-ähnliche Geschichte. Im ersten Moment dachte ich – großartig!«, erinnert er sich. »Aber dann wurde mir klar: Ausschnitte aus der Zauberflöte zu produzieren ist eine Sache. Einen Score zu schreiben, der Mozarts genialem Werk gegenübersteht eine ganz andere. Es war von Anfang an klar, dass wir Mozarts Komposition, abgesehen von einigen Kürzungen beziehungsweise Überleitungen, unberührt lassen. Wir wollten kein Musical, sondern Oper, und diese eingebettet in eine Fantasy-Geschichte. Musikalisch gesehen war es mir wichtig, die unterschiedlichen Aspekte der Fantasy-Handlung zu unterstützen, sowohl Abenteuer als auch Liebesgeschichte.«
Stocks originelle Partitur untermalt und verbindet die Schulszenen und schafft eine perfekte Schnittstelle zum Reich hinter dem magischen Portal. Als Musikalischer Leiter des Films arrangierte er außerdem Mozarts Partitur, überwachte die Synchronisation der deutschen Fassung des Films (in der sowohl Mitglieder der internationalen Besetzung sowie eine Reihe von deutschsprachigen Schauspieler:innen und Sänger:innen mitwirken) und begleitete den Casting-Prozess. »Mozarts Ansatz, für ein bestehendes Ensemble zu komponieren und zum Beispiel einem Schauspieler wie Schikaneder den Papageno auf den Leib zu schneidern, diente als Leitgedanke«, erklärt Stock. »Bei der Besetzung standen neben der Reife als Sänger und Sängerin auch eine authentische Nähe zur Rolle und schauspielerische Vielseitigkeit im Fokus – so haben wir uns zu einer Mischung im Ensemble von Kindern, gesanglichen Laien, singenden Schauspielerinnen und Schauspielern und arrivierten Opernstars entschieden.«
Jack Wolfe (Tim/Tamino) aus der Netflix-Serie The Witcher führt die brillante Besetzung an, zu der auch Game of Thrones-Star Iwan Rheon (Papageno), Asha Banks (Pamina) und Niamh McCormack (Sophie) gehören. F. Murray Abraham (der für seine Darstellung des Salieri in Amadeus mit einem Oscar ausgezeichnet wurde) und der deutsche Komiker Tedros »Teddy« Teclebrhan spielen zwei der Lehrer, während zwei Stars der internationalen Opernwelt, die Sopranistin Sabine Devieilhe und der Bass Morris Robinson, die Königin der Nacht bzw. Sarastro spielen und ihr Kollege Rolando Villazón einen Auftritt als fiktiver Sänger Enrico Milanesi hat.
Schon früh war Villazón in den Entstehungsprozess des Films eingebunden, denn Sigl wandte sich an die Stiftung Mozarteum Salzburg, deren Intendant der Sänger ist. Gemeinsam mit Dr. Ulrich Leisinger, Direktor der Forschungsabteilung, und dem Geschäftsführer Rainer Heneis stand er dem Regisseur und seinem Team mit wertvollen Ratschlägen zur Seite. Zum ersten Mal ist so ein Film mit offizieller Unterstützung des Mozarteums entstanden. »The Magic Flute ist eine gelungene moderne Adaption von Mozarts Kultoper«, sagt Heneis. »Der Film hat das Potenzial, selbst ein Klassiker zu werden.«