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Luigi Nono (1924–1990) genoss während seiner gesamten Karriere große internationale Anerkennung. Als zentrale Figur des Serialismus der Nachkriegszeit etablierte sich der venezianische Komponist in den 1950er-Jahren als Teil der sogenannten „Avantgarde-Trinität“ neben Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez.
Contrappunto entstand 1968 für zweikanaliges Tonband in einer Phase, in der sich Nono intensiv mit den internationalen Studentenbewegungen sowie dem Widerstand gegen den Vietnamkrieg auseinandersetzte. Indem er das Werk auf einer Madrigalkomödie des frühen 17. Jahrhunderts von Adriano Banchieri aufbaute, verfolgte Nono nach eigenen Worten das Ziel, „jene Art von musikalischem Prozess widerzuspiegeln, die Banchieri verwendete: die Konzentration auf die Stimme, die Einbeziehung zeitgenössischen Klangmaterials sowie dessen humorvolle und parodistische Verfremdung, insbesondere in den lyrischen und dramatischen Elementen – jedoch in der Realität der Gegenwart.“
Roland Kayns Cybernetics III nimmt auf bemerkenswerte Weise die späteren Entwicklungen in den Bereichen Synthese, Computer- und Aufnahmetechnologie sowie die Entstehung von Samplern und Sequenzern vorweg. Die Art und Weise, wie diese Werkzeuge von nachfolgenden Künstlergenerationen aufgegriffen wurden, veränderte die Grundlagen elektronischer Musik grundlegend. In diesem Sinne antizipierte Cybernetics III weitreichende Veränderungen des musikalischen Denkens und Schaffens.
Für diese Vinyl-Ausgabe wurden die originalen analogen 2-Spur-Masterbänder von Rainer Maillard und Sidney Claire Meyer in den Emil Berliner Studios neu gemastert und geschnitten. Die Veröffentlichung enthält das originale Artwork sowie ein neu gestaltetes, hochwertig produziertes Sammler-Cover. Sie erscheint als limitierte und nummerierte Edition am 28. August und kann ab sofort exklusiv im DG-Store vorbestellt werden.
Deutsche Grammophon (DG)
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