María Dueñas’ Homage to Heifetz

Ganz wie einst Jascha Heifetz verbindet die spanische Geigerin
Korngolds Violinkonzert mit Lalos Symphonie espagnole
Aufgenommen mit Gustavo Dudamel
und dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela
Außerdem spielt sie Preziosen von Debussy und Ponce mit dem Pianisten Itamar Golan
Homage to Heifetz erscheint am 28. August 2026
»Dueñas’ Interpretation fand die perfekte Balance zwischen technischer Strenge
und expressiver Freiheit«
Ritmo, über Dueñas’ Aufführung von Lalos Symphonie espagnole in ihrer Heimatstadt Granada, Juni 2025
Das neue Album von María Dueñas steht im Zeichen musikalischer Verbindungen und Inspiration. Homage to Heifetz würdigt den legendären Geiger Jascha Heifetz, dessen Aufnahmen Dueñas entscheidend geprägt haben. Der Dirigent Gustavo Dudamel und das Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela (das Orchester des international renommierten venezolanischen Musikerziehungsprogramms El Sistema, dessen Music & Artistic Director Dudamel ist) haben die Geigerin in die Abbey Road Studios in London begleitet, um Korngolds Violinkonzert, Lalos Symphonie espagnole und eine Orchesterfassung von Debussys La fille aux cheveux de lin aufzunehmen. Außerdem sind drei Miniaturen zu hören. Dueñas hat sie in Berlin mit dem Pianisten Itamar Golan eingespielt: Léon Roques’ Transkription von Debussys La plus que lente sowie Heifetz’ eigene Arrangements von La chevelure desselben Komponisten und schließlich Ponces Estrellita.
Deutsche Grammophon veröffentlicht Homage to Heifetz am 28. August 2026 in allen Formaten. Vorab erscheinen mehrere Singles digital, zu Beginn La fille aux cheveux de lin am 10. April und Estrellita am 8. Mai.
»Ein Vorbild zu haben ist so wichtig«, sagt Dueñas, »einen Menschen, der dich immer inspiriert.« Ein solches Vorbild ist für sie der in Litauen geborene Jascha Heifetz (1901–87), insbesondere durch seine Interpretationen von Lalo und Korngold aus den frühen 1950er-Jahren. Heifetz war berühmt für seine Virtuosität, seinen glühenden Ton und die Klarheit seiner Interpretation. Er gilt als einer der bedeutendsten Geiger des 20. Jahrhunderts.
Und auch Gustavo Dudamel – selbst ein exzellenter Geiger – ist eine Inspiration für María: »Er ist nicht nur ein fantastischer Musiker, sondern auch ein wunderbarer Mensch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Das ist es, was seinem Musizieren so viel Seele gibt.« Live waren sie gemeinsam unter anderem in der Uraufführung und weiteren Konzerten von Gabriela Ortiz’ Altar de cuerda zu erleben (»Dueñas war schlichtweg fesselnd« – The New York Times).
In den Abbey Road Studios hatten Dueñas und Dudamel dann den Freiraum, in vertrautem Repertoire Neues zu entdecken. Und sie waren sich einig darin, dass die enormen technischen Anforderungen von Korngolds Violinkonzert – einem Werk, das Heifetz uraufführte – Teil der Geschichte sein müssen, die die Musik erzählt, und die Korngold mit Themen aus mehreren seiner bekanntesten Filmmusiken angereichert hat. Nur im engen Dialog zwischen Solistin und Orchester, so Dueñas, lasse sich die besondere Atmosphäre dieses Werks entfalten.
Dasselbe Vertrauen und Verständnis zwischen Geigerin, Dirigent und Orchester ist in der Interpretation von Lalos Symphonie espagnole zu hören, die María spielt, seit sie elf ist. Durch ihre »spanische Seele« erfasse María das Wesen von Lalos Partitur, so Dudamel. Dueñas ihrerseits bewundert das »lateinamerikanische Feuer« von Dirigent und Orchester.
Auf dem Album greift María zudem eine Tradition des Goldenen Zeitalters der Geige auf: Sie kontrastiert Arrangements populärer Kleinode mit gewichtigeren Kompositionen. Mit tiefer innerer Bewegung nahm sie drei Werke auf – Estrellita, La chevelure und La plus que lente – , die dem Vermächtnis von Heifetz eng verbunden sind. Sie spielte sie auf der Stradivari von 1731, die einst ihrem berühmten Vorgänger gehörte: der legendären »Heifetz, Piel«. Das Instrument wurde ihr eigens für diese Aufnahmen zur Verfügung gestellt. »Ich kam ins Studio, ohne viel Zeit mit dieser Geige verbracht zu haben«, sagt sie. »Ich hatte das Gefühl, wenn ich zu intensiv auf ihr übe, mache ich sie zu meiner eigenen, und sie verliert ihren Charakter. Ich wollte das Wesen des Instruments – und in gewisser Weise auch das Wesen von Heifetz – für diesen Moment festhalten. Ich bin einfach hingegangen und habe die Musik fließen lassen.«
María Dueñas geht mit Korngolds Violinkonzert in dieser Saison auf Tournee. Vom 1. Mai bis zum 14. Juni tritt sie auf in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, der Tonhalle Zürich, der Mailänder Scala, dem Barbican Centre in London, dem Meyerson Symphony Center in Dallas, der Roy Thomson Hall und dem Meridian Arts Center in Toronto sowie der Davies Symphony Hall in San Francisco. Anschließend spielt sie das Violinkonzert von Brahms in der Kölner Philharmonie (5.–7. Juli) und beim Rheingau Musik Festival (11. Juli). Alle Konzerte hier.





