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Raphaël Feuillâtre

Eine Epoche, viele Gesichter: Raphaël Feuillâtres Debutalbum "Visages baroques"

Raphael Feuillatre Visages Baroques
© Stefan Höderath
31.03.2023

Unzählig und schillernd sind die Farben, Facetten und Persönlichkeiten einer musikalischen Epoche. Auf seinem Debutalbum “Visages baroques” erweckt der herausragende junge Gitarrist Raphaël Feuillâtre die unterschiedlichen Klänge der Barockmusik zum Leben und begeistert mit seiner Einspielung der Werke von Bach, Rameau, Duphly, Royer und Forqueray, darunter etliche bemerkenswerte Arrangements. Das Album erscheint am 31. März 2023.

Eine Entdeckung: der Künstler Raphaël Feuillâtre

Der junge Musiker Raphaël Feuillâtre ist ein Ausnahmetalent und eine Entdeckung gleichermaßen und einer der ersten Gitarristen seit Langem, den das gelbe Label unter Vertrag genommen hat. 1996 in Dschibuti geboren, wuchs Feuillâtre in Frankreich auf und studierte Gitarre erst in seiner Heimatstadt Cholet, dann in Nantes und schließlich am Pariser Konservatorium. Als er 2018 den renommierten internationalen Wettbewerb der Guitar Foundation of America gewann, feierte der Gitarrist seinen internationalen Durchbruch. Dabei begeistert er Publikum wie Kritiker nicht zuletzt mit einer ungemeinen Breite an Repertoire, das von der Alten Musik über romantische Paradestücke und Zeitgenössisches bis hin zu einer Vielzahl an spannenden Transkriptionen reicht. Seit September 2022 ist Feuillâtre Exklusivkünstler beim gelben Label und feierte bereits große Erfolge mit seiner ersten Single. So wurde sein Arrangement von CouperinsLes barricades mystérieuses” in den ersten zwei Monaten nach seiner Veröffentlichung über 1,2 Millionen Mal gestreamt.

Die vielen Facetten der Barockmusik

“Visages baroques” – Gesichter des Barock lautet der Titel des Debutalbums des jungen Interpreten. Damit bezieht sich Feuillâtre nicht nur auf die verschiedenen Komponisten dieser besonderen Epoche, sondern möchte die “ganz anderen Qualitäten” herausarbeiten, “die jedes Werk durch seine Bearbeitung erhält”. Zudem hebt er “die vielen Facetten der Gitarre” hervor, “die sich hier durch die Auswahl der Musik offenbart”. Einst meist für Cembalo solo geschrieben, wurden die verschiedenen Stücke in die farbenreiche Klangwelt der Gitarre übersetzt. Durch die verschiedenen Transkriptionen, die sich in dem farbenreichen Programm wiederfinden, darunter Arrangements von Feuillâtre selbst, aber auch von seinen Lehrern Michel Grizard und Judicaël Perroy sowie dem französischen Gitarristen Antoine Fougeray und dem deutschen Gitarristen Gerhard Reichenbach erfährt das Gitarrenrepertoire dabei eine enorme Bereicherung und erscheinen barocke Meisterwerke in neuem Gewand.

Bach und Zeitgenossen im Zentrum

Herzensstücke des Albums sind zwei große Werke von Johann Sebastian Bach. So ist zum einen sein “Konzert in D-Dur BWV 972” zu erleben, seinerseits eine Transkription für Cembalo eines Violinkonzerts aus Vivaldis “L’estro armonico”. Die Bearbeitung von Judicaël Perroy unterstreicht das dialoghafte Zusammenspiel von Solo und Begleitung und bringt laut Feuillâtre “Glanz und eine virtuose, orchestrale Dimension in das Programm”. Zum anderen ist mit Bachs “Partita Nr. 1 BWV 825” ein tänzerisches Klavierwerk im Arrangement für Gitarre zu hören, das Feuillâtre einst in die Welt der Barockmusik einführte und in seiner Interpretation ausgesprochen intim erklingt. Als musikalische Kleinode von Bach spielt der Gitarrist zudem das “Präludium in C-Dur” aus dem ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers und die “Gavotte en rondeau” aus der “Partita für Violine solo in E-Dur”, die “die Hörerinnen und Hörer in eine leichte, fröhliche und tänzerische Stimmung” versetzen soll, wie der Interpret sagt. Ergänzt werden die Werke Bachs durch verschiedene Stücke von französischen Zeitgenossen des Tonschöpfers, darunter Feuillâtres Bearbeitung des charmanten “L’aimable” von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer. Darauf folgen “L’entretien des muses” und “Les cyclopes” von Jean-Philippe Rameau, einem weiteren barocken Großmeister, außerdem spielt Feuillâtre seine Version von „La Bellmont“ des virtuosen Gambisten Antoine Forqueray sowie “La Forqueray” und „Médée“, zwei Stücke des Cembalisten und Komponisten Jacques Duphly.

Vielseitig und feinsinnig – Feuillâtres faszinierendes Debut

Durch die gelungene Auswahl an Stücken und die reizvollen Arrangements der barocken Klangschöpfungen gleicht das Album “Visages baroques” einem farbenreichen Mosaik, das die Klangwelt der Barockzeit intensiv wiederspiegelt und dabei gleichzeitig mit ganz neuen Perspektiven fasziniert. Hochsensibel und reich an dynamischen Facetten durchdringt Raphaël Feuillâtre die unterschiedlichen Stücke und zeigt sich als reifer und ausdrucksstarker Interpret. “Mit meinem Debüt bei Deutsche Grammophon möchte ich meine Liebe zur Barockmusik mit anderen teilen”, hat der junge Gitarrist gesagt. Es ist ihm zweifelsohne gelungen.

Visages baroques
VISAGES BAROQUES Raphaël Feuillâtre
31. März 2023

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