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Preis der deutschen Schallplattenkritik – Vorauswahl mit Aufnahmen von Sokolov, Ólafsson, Fagioli u.v.m.

Víkingur Ólafsson
© Ari Magg
08.07.2020
Der “Preis der deutschen Schallplattenkritik” gilt als Gütesiegel, um herausragende Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt zu kennzeichnen und wird von einem unabhängigen Verein verliehen, der von Schallplattenkritikern gegründet wurde. Jetzt wurde eine Vorauswahl mit spannenden Neuerscheinungen für die Bestenliste im zweiten Quartal veröffentlicht, die bis zum 14. August auf eine Auszeichnung hoffen können.

Von konzeptuellen Solorecitals bis poetischen Liedinterpretationen

Darunter finden sich die Soloalben zweier erstklassiger Pianisten unterschiedlicher Generationen: Grigory Sokolov und Víkingur Ólafsson. Ersterer legte ein Album mit Sonaten von Beethoven, Brahms und Mozart sowie Encores vor, die er auf seiner umjubelten Konzerttournee 2019/20 live eingespielt hat. Der junge isländische Pianist Víkingur Ólafsson präsentierte ein brillantes Konzeptalbum, das die Werke zweier französischer Komponisten, Claude Debussy und Jean-Philipe Rameau, gegenüberstellt und Verbindungen aufzeigt.
Auch im Fach “Klassisches Lied” und “Vocalrecital” hat die Jury zwei Veröffentlichungen der Deutschen Grammophon mit in die Longlist aufgenommen. Zum einen wurde Franco Fagiolis Album “Veni, Vidi, Vinci” mit Arien der neapolitanischen Oper von Leonardo Vinci nominiert. Zum anderen haben der Bariton Matthias Goerne und der Pianist Jan Lisiecki mit ihrem Duo-Album, das sie dem vielfältigen Liedrepertoire Ludwig van Beethovens zu seinem 250. Geburtsjahr gewidmet haben, eine Chance auf Auszeichnung.

Oper: Historisch und modern

Die Jury schickt außerdem die Neuproduktion der Bayreuther Festspiele 2019 ins Rennen für die Kategorie “Oper II”. Tobias Kratzers Inszenierung von Wagners “Tannhäuser” mit der Sopranistin Lise Davidsen als Elisabeth und Valery Gergiev am Pult wurde von Kritikern und Publikum hochgelobt und ist nun als DVD erschienen. Mit “450 Years Staatskapelle Berlin – Great Recordings” steht die umfangreiche Jubiläumsbox, die auf 450 Jahre Orchestergeschichte sowie 100 Jahre Aufnahmegeschichte der Staatskapelle Berlin und ihre prägenden Dirigenten zurückblickt, zur Auswahl für die Bestenliste.

Avantgarde mit ECM New Series

Nicht zuletzt nehmen zwei Alben des von Manfred Eicher gegründeten Labels ECM Plätze in der Longlist ein: “Rivages” von Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki sowie “Discourses” von Jon Balke.