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Peter Gregson veröffentlicht neue Solo Piano EP: Piano Book

Peter Gregson (Website News)
26.08.2022
Der britische Komponist und Cellist Peter Gregson ist ein vielseitiger Künstler, dessen Werk Musik für Film, Fernsehserien und Tanz sowie fünf Studioalben umfasst. Obwohl er auch Musik für Streicherensembles und Elektronik komponiert hat, war das Cello stets das Herzstück seines Schaffens und prägte seinen Sound durchweg. Nun beschließt Gregson, die Perspektive zu wechseln, und lädt Kindt ein, einige seiner frühen Stücke wieder aufzugreifen und sie für eine neue EP am Soloklavier zu bearbeiten.
Während Gregsons letztes Album, die hochgelobte Veröffentlichung “Patina”, die Funktion von Melodien in Liedern erforschte, beleuchtet “Piano Book” die Rolle von Akkorden. “Um Akkorde auf dem Cello zu spielen, müssen wir ein wenig herumturnen, was immer ziemlich ‘geschäftig’ oder ‘intensiv’ klingt, und das ist herrlich. Das Klavier kann das so einfach, so mühelos… das wollte ich in diese Musik einbringen”, sagt Gregson. Diese Leichtigkeit, mit der das Klavier akkordische Arrangements ermöglicht, eröffnete neue Wege für Gregsons Stücke, die er mit einem noch größeren Gefühl der Intimität überarbeitete. Das Stück “Lights in the Sky” aus dem Jahr 2014 beispielsweise wurde ursprünglich als eine Ansammlung von Celli mit mehreren Spuren aufgenommen, die sich überlagern, konnte aber von Kindt am Klavier einzeln gespielt werden. “Der ästhetische Unterschied mag subtil klingen, aber es ist der Unterschied zwischen acht Personen – oder im Fall des Pianisten mehreren Fingern -, die einmal spielen, und einer Person, die achtmal spielt”, erklärt Gregson.
Durch die Vereinfachung bestimmter Elemente auf dem Klavier kommen andere, bisher verborgene Eigenschaften von Gregsons Kompositionen zum Vorschein. In Kindts Überarbeitung des Stücks “3.2 Allemande” aus dem 2018 erschienenen Album “Bach Recomposed” ist die Stimme des Stücks so klar, dass man das geschickte und gekonnte Zusammenspiel der Akkorde voll zur Geltung bringen kann. Auch das Stück “Adam Leaves” aus dem Jahr 2018, das ursprünglich für ein Streicherensemble und eine schwebende Solovioline komponiert wurde, erhält durch die Überarbeitung am Klavier eine noch stärkere Betonung des Auf und Ab der Melodie, was dem Stück einen bescheidenen, herzerwärmenden Reiz verleiht. Das abschließende Stück der EP, Kindts Neubearbeitung von “Warmth”, wirkt auf den Hörer ganz anders – es fühlt sich weniger träge an als das Original, und in dieser prägnanteren Version scheint es, als ob die Kinematik und Dramatik des Originalstücks in den Vordergrund gerückt werden. “Es hat etwas Frisches, sich der Musik auf einem neuen Instrument zu nähern und neu zu überlegen, wie man die musikalischen Sätze mit einer anderen Stimme im Kopf formt”, sagt Gregson.