Sphärenmusik: Georgijs Osokins kündigt sein zweites DG-Album 'Constellations' an - Georgijs Osokins | Deutsche Grammophon

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Georgijs Osokins
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Sphärenmusik: Georgijs Osokins kündigt sein zweites DG-Album 'Constellations' an

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25.09.2026

Constellations stellt die kosmische Musik des estnischen Komponisten Urmas Sisask vor –
darunter die Ersteinspielung von »Cassiopeia. Ballade«

Außerdem auf dem Album: Werke von J. S. Bach, Brahms, Chopin, Crumb,
Medtner, Schumann, Skrjabin und Wagner

Das Album erscheint am 6. November 2026

»Das Geheimnis des Universums fasziniert mich seit jeher – dieser Sternenhimmel über uns, eine Schönheit, die selbst jenseits des Ereignishorizonts fortbesteht«

Georgijs Osokins

Der lettische Pianist Georgijs Osokins veröffentlicht sein zweites Soloalbum bei Deutsche Grammophon. Inspiriert vom rätselhaften, nie erlöschenden Sternenlicht, entwirft Constellations einen kunstvoll gebauten Erzählbogen – vom Einbruch der Nacht bis zum Morgengrauen. Meisterwerke von Brahms, Chopin, Schumann, Wagner treten in einen intimen Dialog mit weniger bekannten Stücken des estnischen Komponisten und Amateurastronomen Urmas Sisask (1960–2022). Mit Sisask führt Osokins fort, was er vor einem Jahr mit seinem gefeierten DG-Debüt For Arvo begonnen hat: Er stellt das außergewöhnliche, doch zu wenig beachtete musikalische Erbe des Baltikums vor.

»Man muss alles so einfach spielen wie möglich – schlicht, ohne Schnickschnack, ohne dick aufzutragen … Das tut hier auch Georgijs Osokins – in Gestalt vollendeter Besonnenheit und Simplizität.«

– Kai Luehrs-Kaiser über For Arvo (radio3/rbb)

Constellations erscheint am 6. November 2026 digital. Vorab veröffentlicht Deutsche Grammophon Schumanns Abendlied (Bearbeitung: Saint-Saëns) am 25. September, Bachs Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ (Bearbeitung: Busoni) am 9. Oktober und Brahms’ Lerchengesang (Bearbeitung: Osokins) am 23. Oktober; alle drei Singles werden von Videos begleitet.

Seit Langem beschäftigen die Mythen und die Wissenschaft der Sterne den Pianisten. »Vielleicht sind die Sterne der poetischste Ausdruck der Zeit selbst«, sagt er. »Wir sehen ihr Licht, obgleich manche von ihnen längst erloschen sind – eine astrophysikalische Metapher für das, was vom Leben bleibt, eine Schönheit, die die Zeit überdauert und uns alle verbindet.«

Diese Faszination steht hinter seinem neuen Album: Es führt durch die Nacht, von einer Sterngruppe zur nächsten, mit einer Auswahl stimmungsvoller Klavierstücke von Sisask, die nach Sternbildern benannt sind (»Merope«, »Kleiner Bär«, »Puppis« und andere). Sisasks Himmelsbeobachtungen lieferten nicht nur die thematische Inspiration für sein Werk, sie führten ihn auch zu einer eigenen Kompositionssprache. Seine Sternenmusik folgt vielfach einer Fünftonleiter, die er aus der Analyse von Planetenrotationen abgeleitet hat.

Dieses kaum bekannte Repertoire zu entdecken habe ihn »sehr bewegt«, sagt Osokins. »Sternsysteme, die kein Mensch je erreichen wird, waren Sisasks Lebensthema. Mit außergewöhnlicher Fantasie und tiefer Leidenschaft hat er ihr stummes Leuchten in Klang übersetzt und ihr Licht hörbar gemacht.«

Constellations enthält die Ersteinspielung von Nr. 1 aus Sisasks Starry Sky Cycle Nr. 5 »Northern Polar Sky«: »Cassiopeia. Ballade«. Hinzu kommen Ausschnitte aus den Zyklen Nr. 1 »Northern Sky«, Nr. 2 »Southern Sky« und Nr. 4 »Equatorial Sky« – darunter Osokins’ eigene Improvisation über »Antlia: Increasing the Power« – sowie aus The Hexagon of the Sky. The Seagull and the Water.

Transzendenz, Erinnerung, das Geheimnis des Daseins: Osokins greift auf, was Sisask beschäftigte. Und er stellt dessen Stücke neben andere Werke, etwa »Dream Images« aus Crumbs Makrokosmos I, einem Zyklus von zwölf Klavierstücken nach den Tierkreiszeichen, Busonis Bearbeitung des Bach-Choralvorspiels Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, Skrjabins Vers la flamme, Wagners Isoldens Liebestod (Bearbeitung: Liszt/Osokins) – und schließlich, mit dem ersten Tageslicht, seine eigene Bearbeitung von Brahms’ Lerchengesang, »jenem Lied über ›der Lerchen himmlische Grüße‹«.

Am Anfang steht Saint-Saëns’ Bearbeitung des Abendlied (»Rings in die Tiefe senket sich Finsternis mit Macht … Nun stehn im Himmelskreise die Stern’ in Majestät«), am Ende ein weiteres Werk von Schumann – der erste Satz seines späten, lichten Klavierzyklus Gesänge der Frühe. »Schumanns Musik bildet den Bogen des Albums«, sagt Osokins. »Sie eröffnet die Reise in der Stille der Nacht unter neugeborenen Sternen und führt sie ins Morgengrauen, mit dem ersten fernen Gesang einzelner Vögel.«

Mit freundlicher Unterstützung von Alba Thyment Ltd.

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