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Yannick Nézet-Séguin

Faszinierendes Debüt: Yannick Nézet-Séguin als Solo-Pianist

Yannick Nézét-Séguin
© George Etheredge
02.06.2021

Als Dirigent zählt Yannick Nézet-Séguin zu den renommiertesten Vertretern seiner Zunft und steht für leidenschaftliche Hingabe und tiefe interpretatorische Reife gleichermaßen. Nun zeigt sich Nézet-Séguin erstmals als Solo-Pianist und präsentiert bei Deutsche Grammophon sein digitales Debütalbum, für das er Werke von Debussy Chopin, Brahms, Scarlatti, Mozart, Rachmaninoff, Berio und weiteren Komponisten eingespielt hat. Unter dem Titel “Introspection” ist so ab 4. Juni eine weitere faszinierende Seite des Multitalents zu erleben, mit der Nézét-Séguin einen persönlichen Einblick in seine Musikalität gibt. Eine Vinyl-LP mit Höhepunkten des Albums folgt im Laufe des Sommers.

Das Klavierspiel als “Erlösung” und Reflexionsmittel in Zeiten der Pandemie

“Mit Demut und Hingabe, von ganzem Herzen, biete ich Ihnen dieses Album an, eine Reise der Introspektion durch mein Klavierspiel. Und ich hoffe, es schenkt Ihnen Momente des Vergnügens, der Inspiration, der Hoffnung und des Friedens” – mit diesen persönlichen Worten begleitet Yannick Nézet-Séguin sein erstes Solo-Album als Pianist. Entstanden ist das Projekt im Sommer des vergangenen Jahres, zum einen inspiriert von der Erinnerung an seine verehrte und kurz zuvor verstorbene Lehrerin Anisia Campos, zum anderen geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Während ein Großteil des kulturellen Lebens zum Erliegen kam, besann sich Nézet-Séguin auf das Klavierspiel und fand darin, wie er es beschreibt, “eine Art Erlösung” und eine Reflexionsmöglichkeit, um Innenschau zu halten. Das Ergebnis dieser intensiven musikalischen Auseinandersetzung ist das neue Album “Introspection”.

Hinwendung zum musikalischen Kleinod

Als Dirigent ist Yannick Nézet-Séguin ein meisterhafter Interpret von symphonischen Werken. Für sein Piano-Projekt hat sich der Musiker hingegen bewusst kleineren Kunstwerken zugewandt und ein feinsinniges und farbenreiches Programm zusammengestellt. “Jetzt, wo ich Dirigent bin, möchte ich, wenn ich zu meinem Instrument zurückkehre, vor allem die Intimität und die weicheren Farben finden, die beruhigenden und auch die schmerzhaften, die unbekannten Bereiche, in die die Komponisten gehen”, sagt Nézét-Séguin. So findet sich Barockrepertoire wie Bachs Toccata d-Moll BWV 913 und das Andante aus Scarlattis Sonate b-Moll K. 87 auf dem Album neben romantischen Werken wie dem Impromptu c-Moll D 899/1 von Franz Schubert, dem Nocturne g-Moll op. 37 Nr. 1 von Frédéric Chopin oder impressionistischen Meisterwerken wie dem Prélude “La cathédrale engloutie” von Claude Debussy. Außerdem ist der Pianist auch als Interpret zeitgenössischer Kompositionen zu erleben, darunter Luciano Berios “Wasserklavier” und Eric Champagnes “D’après Hopper”, das Yannick Nézet-Séguin persönlich gewidmet wurde.

Berührend und expressiv – Nézét-Seguins Interpretationskunst

Fast alle Stücke auf dem Album hat Yannick Nézet-Séguin bereits während seines Studiums intensiv durchgearbeitet, und entsprechend gewachsen und gereift ist seine musikalische Deutung. Das digitale Album “Introspection” spiegelt diese persönliche Komponente eindrucksvoll wieder und offenbart Nézét-Séguin als feinsinnigen und expressiven Gestalter am Klavier. Dabei leuchtet er die Fülle an Emotionen und melodischen wie harmonischen Details eindrucksvoll aus und lässt den Hörer mit dem vielseitigen Programm durch die musikalischen Zeiten wandeln. “Dieses Projekt ist für mich etwas ganz Besonderes, denn Klavierspielen zeigt eine verletzliche und versteckte Seite”, so der Interpret. Manchmal aber müssten Künstler den Mut haben, diesen Teil von sich der Welt zu geben, um Herzen zu berühren und Zuhörer zu inspirieren. Mit “Introspection” ist ihm das gelungen.

 

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