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Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser veröffentlichen das Album Zwielicht

Robert Schumann_ Zwielicht; Matthias Goerne, Markus Hinterhäuser.jpg
26.06.2026

»In diesem Liederkreis-Zyklus, op. 39, versenken sich Hinterhäuser und Goerne
ganz und gar in eine Welt.«

Süddeutsche Zeitung

Vom »Liederjahr« 1840 bis zu Schumanns letzten Vertonungen 1852

Zwielicht erscheint digital und als CD am 24. Juli 2026
bei Deutsche Grammophon

Matthias Goerne, einer der weltweit führenden Liedinterpreten, legt mit Zwielicht sein neues Album bei Deutsche Grammophon vor. Gemeinsam mit dem Pianisten Markus Hinterhäuser hat er Schumanns Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff, drei der vier Gesänge des Harfners aus op. 98a (Lieder und Gesänge aus ›Wilhelm Meister‹) und die fünf Gedichte der Königin Maria Stuart op. 135 eingespielt. Zwielicht erscheint digital und als CD am 24. Juli 2026.

Goerne und Hinterhäuser arbeiten seit 2014 als Lied-Duo zusammen, insbesondere mit Schuberts Winterreise in der gefeierten Produktion mit Animationen von William Kentridge, die sie um die Welt führte. Das Repertoire von Zwielicht haben sie zwischen 2018 und 2022 mehrfach im Konzert vorgestellt – u. a. bei den Salzburger Festspielen, im Wiener Konzerthaus und im Münchner Prinzregententheater. »An Goernes Stimme können sich verzagte Gemüter laben«, schrieb Der Standard. Hinterhäuser, langjähriger Klavierpartner Brigitte Fassbaenders, ist zugleich ein gefragter Interpret zeitgenössischer Musik – von der Zweiten Wiener Schule bis zu Feldman und Nono. Im Sommer 2026 sind Goerne und Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen mit einem reinen Schubert-Programm zu erleben.

Die Werke auf Zwielicht spannen einen Bogen über zwölf Jahre Schumann’schen Liedschaffens – vom strahlenden »Liederjahr« 1840 bis zum Zusammenbruch des Komponisten. Den Eichendorff-Liederkreis notierte Schumann in nur drei Maiwochen 1840, im Jahr seiner Hochzeit mit Clara Wieck, als rund 140 Lieder entstanden. Wo Heinrich Heine den Komponisten in fiebrige Selbstbetrachtung treibt, findet er bei Eichendorff den Sänger romantischer Naturbilder – Stoff für Lieder wie »Mondnacht«, »Auf einer Burg« und das titelgebende »Zwielicht«.

1849 vertont Schumann die Gesänge des Harfners aus Goethes Wilhelm Meister – parallel zu seiner Arbeit an den Faust-Szenen. Die Tonsprache ist nun eine andere: An die Stelle lyrischer Eingebung tritt ein fragender, sezierender Blick; aus den Liedern des umherwandernden Harfners werden Selbstgespräche schmerzhafter Innerlichkeit.

Noch karger ist Schumanns letzter Liederzyklus, die Gedichte der Königin Maria Stuart, geschrieben im Dezember 1852. Die fünf Gedichte begleiten Maria Stuart vom »Abschied von Frankreich« bis zum »Gebet« vor der Hinrichtung. Schumann setzt die Verse beinahe rezitativisch – eine äußerst reduzierte Musik, die dem Tod ins Auge sieht.

Zwielicht setzt Goernes Lied-Reihe bei Deutsche Grammophon fort. Sie ist in den vergangenen Jahren mit Beethoven Lieder (mit Jan Lisiecki, 2020), Im Abendrot (mit Seong-Jin Cho, 2021), Lieder (mit Daniil Trifonov, 2022) und Schubert Revisited (mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, 2023) zu einem der bemerkenswertesten Lied-Projekte unserer Zeit gewachsen.

Matthias Goerne, Markus Hinterhäuser - Robert Schumann: Zwielicht
SCHUMANN Zwielicht / Matthias Goerne, Markus Hinterhäuser
24. Juli 2026

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